Zürich, Coninx-Museum: Weisse Räume für die Kunst

Der gläserne Lift machte den grössten baulichen Eingriff im Coninx-Museum nötig. Das Treppenhaus atmet noch den Geist der Villa. Fotos: Nave (oben), Bene Redmann (unten)
1911 liess sich Otto Coninx, der Verleger des «Tages-Anzeigers», von den Architekten Pfleghard & Haefeli ein herrschaftliches Haus am Zürichberg bauen. Seit Mitte der Achtzigerjahre dient es als Museum für die umfangreiche Sammlung von Ottos Sohn, Werner Coninx. Mit einem gründlichen Umbau machten die Architektinnen Vanessa Hull und Silvia Radlinsky das Haus nun museumstauglich. Der grösste Eingriff ist der Glaslift. Aufwendig war jedoch auch der Brandschutz, etwa bei der Schiebetür im Erdgeschoss, für die fast die ganze Wand abgebrochen werden musste. Ansonsten blieb von der Originalsubstanz einiges erhalten — von den Parkettböden in zwei Räumen bis zu den aufwendig neu verglasten Fenstern. Die weisse Farbe am hölzernen Treppengeländer und an einer Kassettendecke im Obergeschoss irritieren im ersten Moment; auch diese haben die Architektinnen so vorgefunden. Sie zu reinigen, wäre sehr zeitraubend gewesen, und ausserdem passte die weisse Farbe gut zur Absicht, das Haus insgesamt «musealer» zu machen.
Umbau Coninx-Museum, 2009
Heuelstrasse 32, Zürich
> Bauherrschaft: Coninx Stiftung, Zürich
> Architektur: Hull + Radlinsky Architekten, Zürich
> Lift: Emch Aufzüge, Bern
> Anlagekosten (BKP 1–9): CHF 3,7 Mio.


